Akupunktur:

Nach der traditionell chinesischen Medizin (TCM) ist der Körper von verschiedenen energetischen Leitbahnen (Meridiane) überzogen. Über die darauf liegenden Akupunkturpunkte ist es möglich, die Energie (das Qi) zu beeinflussen.  

Ziel der Akupunktur ist die Harmonisierung der Energie bzw. das Gleichgewicht von Yin und Yang. Denn auf Störungen dieses Gleichgewichtes reagiert der Körper nach dem Verständnis der chinesischen Medizin mit Krankheit.

In der Praxis lassen sich auch anhand der Reaktionen des Tieres und mit Hilfe spezieller diagnostischer Punkte Rückschlüsse über die Art der gesundheitlichen Störung ziehen. Ist dem Tier z.B. die  Berührung eines Punktes am Rücken unangenehm, so heißt das nicht, das eine Beeinträchtigung in diesem Bereich vorliegen muss. Denn durch die netzartige Verbindung der einzelnen Punkte mit den Meridianen und bestimmten Organen kann die ursächliche Störung auch von einem inneren Organ oder einer erkrankten Gliedmaße kommen.

Für die Therapie wird dann nach der Theorie von Yin und Yang und der Lehre von den 5 Wandlungsphasen eine individuelle Kombination bestimmter Akupunkturpunkte ermittelt, die dann genadelt werden. Aus der Art der Diagnose ergibt sich auch, ob eine sedierende oder tonisierende Technik nötig ist, um die Störung zu beheben.

Es gibt eine Vielzahl von Akupunkturnadeln. Je nach Tierart und Lage des Punktes kommen Nadeln unterschiedliche Längen und Stärken zum Einsatz. Links sind steril verpackte Einmalnadeln zu sehen.

Auch die Laserakupunktur (rechts) kann sehr nützlich sein, z.B. bei Punkten im gelenknahen Bereich oder bei empfindlichen Patienten.

Homöosiniatrie:

Die Homöosiniatrie ist die Verbindung von Akupunktur und Homöopathie, wobei in genau definierte Akupunkturpunkte bestimmte homöopathische Arzneimittel injiziert werden. 

Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts wurde die Homöosiniatrie von dem französischen Arzt Roger de La Fuye entwickelt. Zuvor hatte schon der deutsche Arzt August Weihe bestimmte Hautpunkte ermittelt, die den Symptomen homöopathischer Arzneimittel entsprachen. Die Homöosiniatrie stellte damit im Wesentlichen eine Verknüpfung des Weihe`schen Prinzip (Druckpunktlehre), der Homöopathie Samuel Hahnemanns und der chinesischen Akupunktur dar.

De La Fuye trug entscheidend zur Homöosiniatrie bei, indem er den Akupunkturpunkten entsprechende Homöopathika zuwies und bei der Behandlung den Punkt nadelte sowie das passende homöopathische Mittel oral verabreichte. Es zeigte sich, das sich beide Therapieformen (Akupunktur und Homöopathie) auf diese Weise in ihrer Wirksamkeit noch steigern konnten.
Als Weiterentwicklung hin zur modernen Homöosiniatrie wurden dann später die Homöopathika direkt in die entprechenden Akupunkturpunkte injiziert.